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Das Besondere einer Katze |
Katzen, die sich bereits schon sehr früh an Menschen gewöhnt haben, entwickeln eine herzliche und innige Beziehung zu uns. Ihr Verhaltensrepertoire ist ererbt und in ihren Genen verankert. Somit ist ihre Art zu denken, jagen ihr Revier zu markieren, wie sie sich putzen, sich paaren oder Junge bekommen und für diese sorgen, unveränderbar. Dies ist meist das größte Problem zwischen Mensch und Katze. Die Katze ist nicht manipulierbar. Um sie zu "erziehen" braucht man viel Einfühlungsvermögen und viele sind der Meinung Katzen kann man nicht erziehen. Dies stimmt nur bedingt. Katzen erkennen sofort ob wir es ehrlich meinen oder sie nur dahin haben wollen, wo das "Ego" des Menschen ist und darauf reagieren sie nicht. Nur wenn wir uns kooperativ ihnen gegenüber zeigen und unsere Erwartungen an sie einen vernünftigen Inhalt für sie hat, dann lassen sie mit sich "reden". Katzen sind Individualisten, auch in einer Gemeinschaft, sie leben ihr individuelles Lebensmotto und dies konsequent. Dies wird oftmals von vielen Katzenhaltern falsch beurteilt, nämlich dass sie ihre Katze als Einzelgänger bezeichnen, dies nicht der Art entspricht. |
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Das Sozialverhalten der Katzen |
Sie ist in ihrem Sozialverhalten sehr vielfältig. Von einer völligen Unabhängigkeit bis hin zur munteren Geselligkeit mit anderen Artgenossen ist alles enthalten, je nach Lernerfahrung. Ihre soziale Bindung nimmt zu, wenn sie reichlich gutes leckeres Futter bekommt, ihre regelmäßigen Streicheleinheiten erhält und ihre genetisch ererbten Verhaltensweisen sprich, spielen, jagen und Beutefangverhalten ausleben kann. Dies ist nicht immer mit viel Ausdauer verbunden, denn in ihrem zu Hause meist Wohnungen sind die natürlichen Reize ziemlich begrenzt, aber dennoch sind spiele für sie sehr wichtig, um die seelische Ausgeglichenheit zu bewahren. Ein tägliches Spiel mit Ihrer Katze sollte im Tagesablauf eingeplant sein und keinen Zwang oder Muss darstellen, sondern eine Entspannung und Freude für einem selber. |
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Frühe Sozialisierung |
Das Gehirn der Katze ist zum Zeitpunkt der Geburt bereits gut entwickelt und entwickelt sich in den anschließenden drei Monaten mit einer erstaunlichen Geschwindigkeit weiter. Ein frühzeitiger und regelmäßiger Umgang mit Menschen verstärkt die Bindung und das Vertrauen ernorm. Sie verhalten sich im Erwachsenenalter wesentlich zutraulicher dem Menschen gegenüber, als Katzen die bereits später Kontakt mit Menschen hatten, diese sind wesentlich zurückhaltender und ängstlicher. Kätzchen lernen sehr schnell. Der deutsche Verhaltensforscher Paul Leyhausen beschrieb auf welche unterschiedlichen Arten eine Katzenmutter mit ihren Jungen spricht. Sie gibt über einen bestimmten Laut den Kätzchen zu verstehen, >>ich bringe euch eine Maus mit<<, worauf die Kätzchen ganz unruhig werden. Ein anderer Laut bedeutet >>ich bringe euch eine Ratte mit<<, die Kätzchen werden noch aufgeregter oder manche verstecken sich. Die Kätzchen lernen ihre Umgebung durch Versuch und Irrtum kennen. Sie lernen schnell was gut schmeckt, was zurückbeißt, was gefährlich ist und was Spaß macht. Ein regelmäßiger Umgang zwischen sehr jungen Kätzchen und anderen Tieren trägt dazu bei, dass sie sich später nicht als Beute oder Raubtier betrachten.
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Soziale Rangordnung |
Eine starre Rangordnung gibt es bei Katzen nicht. Treffen zwei Katzen aufeinander, dann nimmt die Katze eine höhere soziale Position ein, die sich auf einem höheren Standort befindet. Z. B. zwei Katzen im Haushalt: Die Katze "Miau" liegt auf dem Fenstersims und die Katze "Pfauch" liegt auf dem Stuhl darunter, somit ist "Miau" in dem Augenblick die Ranghöhere, liegt aber das nächste Mal die Katze "Pfauch" auf dem Tisch und "Miau" auf dem Stuhl, dann hat in dem Augenblick "Pfauch" die Oberhand. Sozusagen teilen sie sich die Rangordnung immer passend zum Augenblick. Sind in einer Katzenverbindung stabile Verhältnisse vorhanden, werden Streitigkeiten meist nur noch durch Blickkontakt oder mit einem gelegentlichen Tatzenhieb ausgetragen. Oftmals ist auch die Rangordnung von der Gesundheit und Geruch beeinflusst. Es ist nicht ungewöhnlich, dass eine Katze die nach einer Behandlung oder Tierklinik Aufenthalt von der gesunden Katze als Neuling angegriffen wird. Bzw. die beiden sich wieder neu kennen lernen müssen. |
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Katzenkonfrontationen |
In manchen Situationen gibt es Grenzstreitigkeiten. In solch Situationen setzen die Katzen die Körpersprache ein, um ihr Problem kampflos zu lösen. Dabei machen sie einen Buckel, blecken die Zähne, sträuben das Fell, fauchen und spucken. Jeder, der dieses Imponiergehabe schon einmal erlebt hat, weiß, wie beeindruckend eine Katze sein kann. Auch ein gegenseitiges anstarren ist ein normales Signal für die Katzen. Sie machen es, solange, bis eine den Blickkontakt abbricht und ihren Kopf abwendet. Das ist das Zeichen, dass sie sich zurückzieht und ihre Ruhe haben möchte. Das Fauchen drückt die Verärgerung über die Anwesenheit der anderen Katze aus. Sie will damit aufzeigen, komm mir nicht zu nahe, lass mich in Ruhe, geh weg, hau ab. |
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Das Jagen und Jagdspiele |
Alle Katzen jagen, denn es ist ihr Erbgut. Selbst die teuerste, bestgenährte und liebenswerteste Hauskatze von untadeliger Abstammung bleibt zumindest eine Hobbyjägerin, getrieben von ihrem Urinstinkt sich anzuschleichen, zu springen und Beute zu erlegen. Das Jagen auf ein Beutetier macht sie im Alleingang und das anschließende verzehren auch. Nicht, weil sie ein Einzelgänger ist, sondern weil sie somit ihre Unabhängigkeit, Selbständigkeit und ihre Individualität beweist. Jagen ist der wahre Kern katzenartigen Verhaltens. Hauskatzen jagen oftmals, weil sie die Erregung des Anschleichens und Beutesprungs reizt und nicht aus Hunger. Dies ist ein natürlicher angeborener Trieb und Aktivität und sollte auch einer Wohnungskatze durch entsprechende Spiele und geeignete Spielsachen, bei denen natürlich jegliche Unfallgefahr ausgeschlossen sein muss, möglich sein.
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Der Mensch als Ersatzmutter |
Katzen die sich bei Menschen wohlfühlen sogar soweit gehen, dass sie ihre neugeborenen Kätzchen ihrem Menschen bringen oder zeigen. Eine erstaunliche Geste von Vertrauen. Wenn das Kätzchen früh lernt dass das einschüchternde Raubtier Mensch, ihm Sicherheit, Geborgenheit, Zuwendung, Futter und Unterhaltung bietet, dann wird es den Rest des Lebens den Menschen als Ersatzmutter ansehen. |
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