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Tägliche Fellpflege

Die Fellpflege der Katze ist ein instinktives oder >>angeborenes<< Verhalten. Sie braucht dazu keinen Anschauungsunterricht ihrer Mutter, denn bereits mit sechs Wochen putzt sich das kleine Kätzchen genauso gut wie eine ausgewachsene Katze. Es ist ein notwendiges tägliches Ritual einer Katze und beinhaltet viele soziale wie gesundheitliche Merkmale.

Putzt sich Ihre Katze nicht mehr, dann stimmt etwas nicht. Es ist meist ein starkes Indiz dafür, dass sie krank ist. Sie sollten mit ihr einen Tierarzt oder Tierheilpraktiker aufsuchen.

Manche Katzen neigen auch zu einer übertriebenen Fellpflege, dies oftmals bei Hautverletzungen, Infektionen oder Parasiten vorkommt. Auch in diesem Fall ist ein Besuch beim Tierarzt oder Tierheilpraktiker von Nöten.

Ist ein organisches Leiden ausgeschlossen zeigt die Katze durch übertriebene Fellpflege ein psychisches Leiden auf. In diesem Fall sollten Sie eine/n Tierpsychologin/en konsultieren, damit die Ursache analysiert und eine entsprechende Maßnahme eingeleitet wird.

Gegenseitige Fellpflege

In den ersten Wochen der Kätzchen ist die Katzenmutter für die Fellpflege zuständig. Daraus entsteht oftmals eine gegenseitige Fellpflege. Es zeigt sich meist bei Katzen, die mit einander verwandt oder die von klein auf in einem Haushalt aufgewachsen und eine soziale Bindung eingegangen sind. Manche lieben es gerade zu sich gegenseitig zu putzen und diesen körperlichen Kontakt zu pflegen.

Manchmal führen die Katzen sogar die Fellpflege, durch oftmals penetrantes ablecken beim Menschen durch. Dies ist jedoch ein Zeichen, dass diese Katze viel zu früh von der Mutter weggenommen wurde oder seine Mutter verloren hat. Dieses Verhalten dient nicht der normalen Fellpflege, sondern eher zur Beruhigung und Geborgenheit der Katze.

Probleme bei Langhaarkatzen

Das lange Haar bleibt an den Widerhaken der Zunge hängen und wird von der Katze verschluckt. Es bildet ein Haarknäuel im Magen dies von einer gesunden Katze hervor gewürgt wird. Dieses erbrechen von Haarballen ist normal und auch ein Zeichen von gesunden Reaktionen des Körpers.
Manchmal gelangen diese Haare jedoch in den Darm und somit kann die Katze den Haarballen nicht mehr erbrechen. Der Haarknäuel kann noch mit Abführmittel (vom Tierarzt) entfernt werden. Bei nicht ausreichender Beobachtung durch den Tierhalter kann es auch zu einem Darmverschluss kommen. In diesem Fall ist ein sofortiger Besuch beim Tierarzt / Tierklinik nötig.
Zur Vorsorge gibt es in gut sortierten Tiernahrungsgeschäften verschiedenes "Katzenmalt" das der Katze hilft die verschluckten Haare über den natürlichen Weg auszuscheiden.

Im folgenden Abschnitt möchte ich Ihnen eine Anregung und Hilfestellung geben zur Fellpflege bei Langhaarkatzen.

Bitte beachten Sie, dass Sie den Kamm schräg halten. Nicht aufdrücken, sondern leicht und locker mit dem Kamm durchs Fell gleiten. Leider wird immer wieder der Fehler gemacht, dass die Menschen annehmen, weil es so viel Fell ist, dass man sehr aufdrücken muss um durch zu kommen. Das ist genau falsch. Versuchen Sie es mal bei sich selbst und sie werden gleich feststellen, dass das nicht notwendig ist, denn das Haarkleid ist leicht und locker. Wenn Sie fest auf drücken, dann tun Sie dem Tier weh und verursachen Schmerzen und schon ist die Freundschaft zu Ende. Die Katze wird wehrhaft, sobald sie einen Kamm sieht. Wenn einem Tier ein Schmerz zugefügt worden ist, wird sie dies immer mit dieser oder ähnlichen Situation verbinden und sich nicht mehr kämmen lassen.

Wenn ein Knoten vorhanden ist, dann nehmen Sie das Haarkleid unterhalb des Kammes und halten es so, dass Sie nicht am Fell ziehen und anschließend können Sie mit den Kammspitzen langsam nicht hastig und hysterisch, das Fell langsam entwirren und auflösen, ohne Panik, denn das spürt Ihr Tier und bekommt dann Angst und in so einer Situation können Sie kein Tier mehr kämmen. Dann sollten Sie erst mal eine Pause machen und die Katze loslassen, damit sie sich wieder beruhigen kann.

Hier sehen Sie, dass es eine spezielle Gumminoppenbürste gibt. (Gibt es auch für Hunde.) Diese sind weich und sind wie eine Massage. Dies natürlich nur, wenn Sie nicht aufdrücken. Mit so einer Bürste können Sie erst mal die Unterwolle rausbürsten die gerne verknotet. Es ist natürlich auch eine Frage, wie oft Sie Ihr Tier pflegen und kämmen. Dies sollte täglich, zumindest alle zwei Tage sein. Denn nur dann bilden sich auch keine Knoten. Wenn Sie natürlich das Tier lange nicht pflegen, dann ist es logisch, dass sich Knoten bilden, die auch den Tieren Schmerzen verursachen, denn wenn sie Katze geht oder läuft, wird an der Stelle, wo ein Knoten ist die Haut gezogen, das dem Tier Schmerzen verursacht. Es stellt sich die Frage, wollen Sie das wirklich? Es ist einfacher, wenn Sie das Kämmen einfach spielerisch machen. Wenn sie selbst entspannt sind dann überträgt sich dies auch auf Ihre Katze und es wird die Fellpflege ein Ritual und für Sie wie das Tier angenehm. Wenn Sie Ihre Katze täglich Kämmen ist der Aufwand nicht so groß und es beansprucht auch nicht so viel Zeit, weder für Sie und natürlich auch nicht für Ihre Katze, denn es kann sich gar nicht so viel loses Fell ansammeln.

Zusätzlich ist zu sehen, dass ich die Katze nicht mit Gewalt festhalte. Dies löst bei Tieren ein genetisch bedingtes Überlebensprogramm aus und sie wird logischerweise wehrhaft. Also versuchen Sie sich selbst zu entspannen halten Sie die Katze ganz leicht nur mit der linken Hand.

Hier sehen Sie wieder, wie schräg ich die Bürste halte und die Katze nur leicht mit der rechten Hand gehalten wird. Sie fühlt sich somit nicht bedroht und dominiert.

Hier sehen Sie, dass die Gummibürste nur dazu gedacht ist, um die Unterwolle rauszubürsten.
Anschließend ist es natürlich noch nötig mit einem Kamm, der auch wieder schräg gehalten wird nachzukämmen, denn es sind viele lose Haare noch vorhanden, die auch von der vorherigen Bürste gelockert wurden und jetzt leicht rauszukämmen sind.
Um das alles etwas verspielter zu machen, graulen sie Ihre Katze am Kinn und lenken sie die Katze ab und drücken sie nicht mit dem Kamm auf. Es sind nur die Haare rauszukämmen, dazu ist ein aufdrücken nicht notwendig, denn Sie würden damit nur auf der Haut der Katze kratzen und dies verursacht Schmerzen. Sie würden damit nur Ihre Freundschaft mit der Katze gefährden.

Hier können Sie auch sehen, dass es auch noch andere Möglichkeiten gibt um die Katze abzulenken. Mit Spielzeug oder mit der Massagebürste. Es fördert auch das Vertrauen der Katze zu dem Kämmritual. Sie sehen, der Kamm ist schräg, mit der linken Hand wird sie nur leicht gehalten und mit der Bürste abgelenkt.

Hier zeige ich Ihnen auf, dass es für eine Katze auch entspannend sein kann. Ebenso sehen Sie wieder wie schräg der Kamm gehalten wird. Sie sehen auch, dass in dem Kamm bereits viel Fell ist. So, und jetzt kommt es, bitte warten Sie nicht so lange, sondern nehmen immer wieder schnell das Fell aus dem Kamm, denn je mehr in dem Kamm bereits an Fell ist, desto schwerer geht es zu kämmen und vor allem diese Haare im Kamm, können sich mit den losen Haaren im Katzenfell verhaken und somit kann die Situation entstehen, dass sie ungewollt plötzlich in die Situation gelangen und am Fell ziehen, das dann Schmerzen verursacht. Jede Schmerzzufügung speichert das Tier ab und wird sich das nächste mal daran erinnern. Dann wird natürlich das Pflegen und das Kämmen für Mensch und Tier eine Qual.

Hier zeige ich Ihnen noch, dass nach den Pflegen mit einem Kamm, anschließend mit einer kleinen und sehr feinen Drähten versehenen Bürste, die ganz feinen Härchen noch rausgebürstet werden müssen. Sie sehen, Sie brauchen nicht extrem aufdrücken, sondern fahren leicht damit durchs Fell. Ich halte die Katze nur leicht mit der linken Hand. Nur das andeuten reicht bei ihr schon, damit sie weiß, sie soll liegen bleiben.

Nur das Handauflegen reicht bei ihr schon um sitzen zu bleiben. Sie sehen, die bereits vorhandenen Haare aus der Bürste nehmen, nicht erst wenn die Bürste bereits schon ganz voll ist mit Fell, denn das verursacht unangenehmes bei der Katze, das die Katze abspeichert und nicht vergisst.

Hier sehen Sie, dass ich auch nach dem Strich mit der Bürste auch mit der andern Hand nachstreiche. Dies erzeugt bei der Katze ein vertrautes und angenehmes Gefühl und der ganze Pflegeakt wird für Ihre Katze ein angenehmes Ritual mit Ihnen, Ihrem Menschen, dem sie das Vertrauen schenkt, in der Hoffnung, nicht von ihm gequält, fest angepackt, festgehalten und dominiert zu werden.

Sollte Ihre Katze während der Fellpflege wegspringen, dann lassen sie dies zu und hechten nicht hektisch und schnell hinterher. Das erzeugt kein vertrauensvolles Verhältnis. Schauen sie ihr nach und gehen sie dann ganz ruhig wieder auf sie zu und holen sie wieder ohne festes anpacken zurück. Alles was bei einem Tier Panik erzeugt ist für ein vertrauensvolles Zusammenleben nicht zuträglich.

Wenn sich Ihre Langhaarkatze nicht mehr Kämmen lässt, dann wäre es sehr sinnvoll, das Vertrauen wieder aufzubauen. Das meiste Problem ist, dass mit den Katzen von klein auf bereits nicht artgerecht umgegangen wurde und somit Schmerzen, Angst und Verunsicherung bei den Katzen ausgelöst wurde, das die Tiere nicht vergessen.
Sollten Sie Probleme mit Ihrer Langhaarkatze haben, dann können Sie sich gerne bei mir melden, wir werden sicher eine Lösung zu einer Zufriedenstellung beiderseits finden.

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