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Das Hundehirn reift sehr schnell heran und das soziale Verhalten beginnt im Alter von 3 Wochen. Da beginnt der Kleine seine erste Kommunikation mit der Mutter, den Geschwistern und wenn möglich mit der menschlichen Familie. Täglicher Kontakt mit dem Menschen und viele positive Erfahrungen ist die beste Voraussetzung dass er später sich in der Menschenwelt gut zurecht findet und keine menschenscheu entwickelt. Der Welpe will von uns lernen und in den folgenden Wochen nimmt der Kleine begierig alles auf. Er nimmt sein Umfeld mit allen Sinnen war. In dieser Zeit ist die beste Möglichkeit ihm dies zu lernen wie er, wenn er erwachsen ist, sich verhalten soll. Da ist natürlich der Mensch in seiner gesamten Kreativität gefordert. Denn durch sein süßes nettes knuddeliges, tollpatschiges Verhalten löst er bei uns natürlich den mütterlichen fürsorglichen "Knopf" aus und schon hat er das erreicht was ja genau nicht sein sollte, wir werden inkonsequent und nachsichtig, weil er ja noch so klein und süß ist. Tja, genau an dieser Stelle ist die Schwierigkeit gegeben ein gutes gesundes Mittelmaß zu finden. Er soll sich entwickeln und Erfahrungen sammeln, damit er Selbstvertrauen und Selbstsicherheit bekommt, aber auch natürlich muss er auch Grenzen aufgezeigt bekommen. Denn jetzt lernt er am schnellsten und am einfachsten. |
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Seine Lernfähigkeit ist dem unserem einiges voraus |
Im Vergleich zum Menschen ist seine Lernfähigkeit phänomenal. Wofür wir Jahre brauchen um es zu lernen, schafft er spielend innerhalb weniger Wochen. Er lernt die Körperbeherrschung, die Bedeutung von Beziehungen innerhalb des Rudels, er lernt zu unterscheiden von richtig und falsch. All dies ist für ihn überlebenswichtig, denn in der Natur entscheidet frühes Lernen über das Rudel. Für uns ist natürlich wichtig, dass er sich gut in unsere Gesellschaft einfügen kann und dies ist natürlich von dem richtigen Umgang und von seinem Umfeld abhängig. Also, von Ihnen als Leittier oder Rudelführer.
Deshalb achten Sie darauf, wenn Sie einen Welpen kaufen: Ist die Mutter emotional reif? Verhält sich die Mutter souverän dem Menschen wie andern Tieren gegenüber? Das Verhalten der Mutter wirkt sich auch auf die Entwicklung des Welpen aus. >>Siehe auch unter Hundewelpen<<. |
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Die Lernbereitschaft |
Dieser kleine Kerl lernt bereits durch genaues Beobachten seiner Mutter und Geschwister. Durch Versuch und Irrtum und natürlich ganz besonders wichtig für eine gute Beziehung zum Menschen, durch die Erziehung. Der Hund hat vom Wolf eine lange Sozialisierungsphase ererbt. Hat der kleine Welpe in dieser Zeit viel Kontakt mit andere Individuen oder Arten, dann kann er eine >>Bindung<< aufbauen und betrachtet sie mehr als Gruppenmitglieder. In dieser Zeit bindet sich auch der Welpe bereitwillig an den Menschen. Die Sozialisierungsphase ist deshalb begrenzt, weil andere Tiere, Hunde und Menschen später eine Bedrohung für ihn darstellen würden. Hat ein Hund in dieser Phase keinen Kontakt zu Menschen wird es für ihn schwer eine vertraute Bindung zu uns Zweibeinern aufzubauen. |
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Die wirksamste Belohnung ist Futter und Streicheleinheiten |
Die beste und wirksamste Belohnung sind "Guttis" und Streicheleinheiten. Bei den Wölfen sucht die Mutter nach Nahrung, frisst sie und kehrt dann zu den Jungen wieder zurück. Bei der Ankunft lecken die Welpen bettelnd ihr Maul, was sie zum Hochwürgen des Futters animiert. Unsere Hunde machen das gleiche, wenn sie uns das Gesicht lecken. Sie erhalten auch noch einfachere wertvolle Belohnung wie spielen, knabbern oder einfach Aufmerksamkeit von der Hundemutter die das frühe lernen fördert. Der Hunde lernt auch noch dass ein sanfter Ton positiv und ein lautes Knurren negativ ist. Das wichtigste dabei ist, die Körpersprache muss immer dazu passen!!!!!
Beachten Sie, wenn Ihr Hund seine Sache gut gemacht hat, dann loben sie ihn mit viel Freude. Er freut sich dann auch und vor allem er kann es sich so auch am besten merken, dass er tolles vollbracht hat. Dies wird leider immer wieder vergessen, stelle ich fest, wenn ich Mensch und Hund auf der Strasse beobachte. Werden die Hunde auf der Strasse beschimpft ist oftmals ein Unterdrücken, in diesem Zustand kann der Hund nichts lernen außer dass er ständig unterdrückt wird. Unterdrückung gibt es im Verhalten des Hundes nicht nur beim Menschen. Es vermittelt auch nicht sinnvoll dem Hund was er tun soll und wenn er es getan hat ist ein dickes Lob angebracht. Unterdrücken fällt leichter als dem Hund ein Lob oder Streicheleinheit zu geben.
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Entstandene Fehler in der Erziehung |
Daraus ergeben sich oftmals Probleme, die schwierigsten sind, das Aggressionsverhalten. Es gibt verschiedene Situationen in denen sich der Hund ängstlich, unsicher, aggressiv oder dominant zeigt. |
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Ängstliche Hunde |
Der ängstliche Hund wird natürlich von den Artgenossen gerne als leichtes Opfer betrachtet. Das weiß natürlich der ängstliche Kerl und fühlt sich dadurch von den anderen Hunden noch mehr bedroht. Daraus entsteht oftmals ein Angstbeißer. Es hat mit einer wirklichen Aggression nichts zu tun und vor allem Sie sollten ihn deshalb nicht bestrafen, es hilft in diese Situation überhaupt nichts. Er signalisiert es mit einem hysterischen Gebell, die Ohren sind eng angelegt, er weicht zurück, zieht seine Rute unter den Bauch und die Hinterhand ist eingeknickt. |
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Aggression gegenüber Artgenossen |
Reagiert Ihr Hund auf andere Hunde aggressiv beobachten Sie genau was zwischen den beiden Hunden abläuft und wie sie sich begrüßen. Sollte Ihr Hund knurren sollten Sie ihn mit ruhigen Worten besänftigen, lässt er sich nicht besänftigen wäre es sinnvoll, dass Sie mit Ihrem Hund weitergehen. >>Dies wird leider immer wieder falsch gemacht, die Leute bleiben mit dem Hund stehen, statt den Kontakt zu unterbrechen.<< Nur durch immer wiederkehrende Begegnungen mit Artgenossen und einem beschnuppern und Signale austauschen kann er die entsprechende Sicherheit und Vertrauen zu Artgenossen aufbauen. |
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Die Dominanz ist klar zu erkennen |
Ein dominanter Hund signalisiert allein schon durch seine Ausstrahlung und Körperhaltung seine Stärke. Oftmals ignoriert er andere Hunde und spielen tut er mit denen sowieso nicht. Kann man eine Begegnung nicht vermeiden, lässt er dies gleich an seiner starken Körpersprache erkennen. Sein Gang wird steif, die Rute biegt sich nach oben, sein Nackenfell wird gestellt, die Ohren werden nach vorne gerichtet und der Blick wird vom Gegenüber abgewendet. Er signalisiert dem Anderen, >>du bist für mich uninteressant<<.
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Schwachstelle Mensch |
Verhält sich Ihr Hund Ihnen gegenüber aggressiv, dann stimmt die Rangordnung nicht. Diese Struktur enthält viele Elemente die wichtig sind um dem Hund klare Signale zugeben. Sobald Ihr Hund merkt dass Sie Schwachstellen haben, versucht er sich aus diesen unklaren Signalen und Körpersprache seinen eigenen Reim zu machen. Ein Hund gibt immer frühzeitig durch kleine Signale zu erkennen, dass etwas nicht stimmt, aber leider wird dies nicht bemerkt und entsprechend darauf reagiert. Er lebt in einer Unklarheit und dies ist für ihn sehr unangenehm, denn in einem Wolfsrudel oder Hunderudel gibt es keine Unklarheit, sondern genaue Anweisungen die konsequent eingehalten werden und dies wünscht sich ihr Hund auch. Er merkt Sie können das Rudel nicht führen. Es ist wichtig sich professionelle Beratung zu holen um die einzelnen Schwachstellen genau zu analysieren und neues Verhalten zu lernen. Dies ist für alle Beteiligten wichtig, denn es kann sonst zu einer Gefahr werden.
Ich würde Ihnen grundsätzlich empfehlen, sobald Sie bemerken, dass sich Fehler in der Haltung oder im Verhalten des Hundes aufzeigen professionelle Beratung zu holen, um einfach auch keine kostbare Zeit zu vergeuden. Viele meinen sie können es selbst, der eigentliche Grund ist meist um sich die Kosten zu sparen und beginnen mit Änderungen, das den Hund noch mehr irritiert. Wenn die entsprechenden Tierhalter es selbst erkennen könnten um was es für Fehler geht und auch wüssten was und vor allem wie es dann zu ändern ist, dann wären die Probleme von Anfang an schon nicht entstanden. |
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