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Ein Hund, der sich aggressiv auf Artgenossen oder Menschen stürzt, nimmt dem Halter jede Freude an der Beschäftigung mit seinem Tier. Besonders bedrohlich wird die Situation, wenn der Hund auch aggressiv gegenüber seinem Besitzer reagiert.

Warum wird ein Hund aggressiv?

Ein Hund wird nicht von einem auf den anderen Tag aggressiv reagieren und er ist es auch nicht von Natur aus. In den meisten Fällen gibt es eine Vielzahl von Anzeichen, an denen der Halter lange vor einem Vorfall erkennen kann, dass etwas mit seinem Hund nicht in Ordnung ist. Verhält sich ein Hund sogar gegenüber dem eigenen Halter bissig, liegt die Ursache für dieses Verhalten zumeist in einer unklaren Rangordnung. Dem Hund fehlt eine klare Struktur und sein Leittier nach dem er sich richten und orientieren kann. Das verunsichert und ängstigt ihn. Seine Reaktion darauf ist Aggression. Aber auch ein unausgelastetes Leben, eine isolierte Zwingerhaltung oder übermäßig strenge Behandlung lassen Hunde aggressiv werden.

Aggressionen in besonderen Situationen

Tiere reagieren oftmals aggressiv, wenn sie starke Schmerzen haben, etwa nach einem Unfall, wenn das Tier unter Schock stehen. Gehen Sie an einen verletzten oder kranken Hund immer nur mit äußerster Vorsicht heran, reden Sie ruhig mit ihm und streicheln Sie ihn nach Möglichkeit nicht. Es besteht die Gefahr, dass er in solchen Augenblicken zuschnappt. Eine besondere Form der Aggression ist die so genannte "umgerichtete Aggression". Diese entsteht, wenn der angeleinte Hund seine Aggression nicht gegenüber einem Artgenossen abreagieren kann. In dieser Situation kann es passieren, dass der Hund sich umdreht und stattdessen seinen Halter beißt. Sollte Ihr Hund zu einem solchen Verhalten neigen, berühren Sie ihn in diesen Momenten nicht. Lassen Sie stattdessen die Leine lang und sagen Sie ihm ein strenges "Nein". Das funktioniert allerdings nur, wenn die Rangordnung eindeutig ist.

Aggression gegenüber anderen Hunden

Zeigt ein Hund aggressive Signale gegenüber Artgenossen können Sie durch richtiges Verhalten das weitere Geschehen entscheidend beeinflussen. Vermeiden Sie in solchen Situationen jeden Einfluss, der Ihren Hund falsch bestärken könnte. Lassen Sie Ihn an der Leine und beobachten Sie aus gebührendem Abstand, wie sich die Hunde beschnuppernd begrüßen. Nur durch solche Erfahrungen lernen die Hunde ihr natürliches Sozialverhalten. Sollte Ihr Hund knurren, besänftigen Sie ihn mit ruhigen Worten. Merken Sie, dass Ihr Hund ernst macht gegenüber dem anderen Hund, wäre es sinnvoll dass Sie mit Ihrem Hund weitergehen. Nur durch eine immer wiederkehrende Begegnung mit einem Artgenossen, sich beschnuppern und Signale austauschen kann ihr Hund ein gesundes Vertrauen und soziales Verhalten aufbauen.

Der Hund verhält sich aggressiv gegenüber seinem Halter

Leider suchen die meisten Hundebesitzer erst viel zu spät fachmännische Hilfe auf. Viele Hundehalter möchten es nicht wahrhaben, dass der eigene, sonst so treue Hund die Hand beißt, die ihn füttert. Ist es zu einem solchen Vorfall gekommen, wurde der Hund meist über einen längeren Zeitraum hinweg nicht artgerecht behandelt: Der Mensch hat seinem Hund häufig seine Schwachstellen offenbart und ihm auf diese Weise zu erkennen gegeben, dass er das Rudel nicht führen kann. In solchen Fällen ist es wichtig, dass der Halter sein eigenes "Fehlverhalten" erkennt und bereit ist, seine eigene Rolle innerhalb "des Rudels" zu ändern. Bei großen Hunden kann es in manchen Fällen sogar notwendig sein, dass der Hund zunächst von der Familie getrennt wird. Die Gefahren für die eigene Familie sind dann zu groß. Doch jeder Hund gibt frühzeitig Warnsignale. Lassen Sie derartige Situationen erst gar nicht entstehen. Was der Mensch häufig als lustiges Spiel betrachtet, kann für den Hund ein Zeichen für mangelnden Respekt und Achtung sein. Ergreifen Sie frühzeitig Gegenmaßnahmen.

Richtig auf aggressive Signale reagieren

Von ganz entscheidender Bedeutung im Umgang mit Hunden ist Ihre persönliche Einstellung gegenüber dem Hund. Sicher, er ist Ihr Gefährte, er ist Ihr Freund, aber dennoch: Er ist ein Hund - und Hunde haben ihre eigenen Gesetze. Sie handeln nach Instinkten. Entscheidend beim Umgang mit aggressiven Hunden ist, dass Sie sich nicht auf Machtkämpfe einlassen. Bauen Sie statt dessen eine funktionierende Rangordnung auf. Dazu brauchen Sie Ihren Hund nicht anzuschreien oder ihn gar zu schlagen. Vielmehr muss er Ihre Überlegenheit fühlen und anerkennen. Üben Sie mit Ihm Unterordnung. Hunde brauchen und lieben solches Training als Orientierung. Versucht er, sich Ihnen gegenüber dominant zu verhalten, reagieren Sie Ihrerseits dominant, fassen Sie ihn beispielsweise im Nacken so fest, dass er nicht beißen kann. Hunde testen oftmals, wie weit sie gehen können. Manche Fehlentwicklung lässt sich verhindern, wenn Sie entschieden und angemessen auf die ersten Anzeichen von Ungehorsam reagieren.

Wichtige Grundregeln im Umgang mit Ihrem Hund

Im täglichen Zusammenleben und vor allem beim Gassigehen zeigen Sie Ihrem Hund, dass Sie der Rudelführer sind. Lassen Sie ihm aber Raum für Begegnungen und Spiel mit anderen Hunden und vor allem zum Schnüffeln. Wenn Ihr Hund versucht, diese Führung in Frage zu stellen, werden bereits kleine Fehler nicht verziehen und vom Hund als Schwäche angesehen, die er schnell zu seinen Gunsten nutzen wird. Er macht es nicht aus Berechnung, sondern Sie haben ihm dieses Verhalten vorgelebt. Gehen Sie demonstrativ als erster durch enge Wege oder Türen. Geben Sie Ihrem Hund niemals das Gefühl, dass Sie nicht weiterwissen. Zeigen Sie immer, dass Sie entscheiden.

Aggressionsverhalten rechtzeitig erkennen

  • Erstarrt oder verkrampft Ihr Hund, wenn Sie ihn berühren oder an ihm vorbeigehen?
  • Knurrt er, wenn Sie ihn am Nacken fester anpacken?
  • Ist Ihre Couch oder Ihr Bett eigentlich seine Couch und sein Bett, das er nur zögerlich oder überhaupt nicht verlässt, wenn Sie darauf Platz nehmen wollen?
  • Springt Ihr Hund Sie wiederholt an oder zwickt er Sie "aus Versehen" ein wenig zu fest in Ihre Hände?
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